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Keine Windkraftanlagen im Dresdner Stadtgebiet

„Keine Windräder in der Dresdner Heide und im Schönfelder Hochland.“

Der Regionale Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge arbeitet derzeit an der Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung. Hintergrund sind bundes- und landesrechtliche Vorgaben. Das Windenergieflächenbedarfsgesetz (2022) verpflichtet die Länder, bis 2027 mindestens 1,3 % der Landesfläche für Windenergie auszuweisen.

Bettina Kempe-Gebert, Sprecherin unserer Fraktion für Bau und Stadtentwicklung und Mitglied im Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands, spricht sich strikt gegen Windkraftanlagen im Dresdner Stadtgebiet aus. Die aktuelle Planung wird im März 2026 der Verbandsversammlung vorgelegt. Erst danach können eine breite öffentliche Debatte sowie die Einbeziehung der Bürgerinnen, Bürger und Kommunen erfolgen.

Kempe-Gebert betont:
„Mit einer Ausweisung von Flächen in Dresden würden die Stadtratsbeschlüsse aus dem Jahr 2013 (und bestätigend 2024) zum Verbot von Windkraftanlagen im gesamten Dresdner Stadtgebiet faktisch unterlaufen. Für mich steht allerdings fest: Diese Beschlüsse gelten weiterhin vollumfänglich – ohne Ausnahmen, ohne Aufweichungen. Wir stehen zu unseren Ortschaften und Außenbezirken, ihren wertvollen und unverwechselbaren Lebens- und Naturräumen und zum Gleichbehandlungsgrundsatz. Einer Unterscheidung zwischen urbanen Stadtgebieten und Ortschaften erteilen wir eine klare Absage.“

Wir fordern ein Konzept, das alle erneuerbaren Technologien gleichberechtigt berücksichtigt und z.B. Photovoltaik (PV) – insbesondere auf bereits versiegelten Flächen in der Großstadt Dresden mit einbezieht. Die Landeshauptstadt verfügt über zahlreiche kommunale und privatwirtschaftliche Gebäude, große Gewerbedächer, Parkhäuser, Schul- und Verwaltungsbauten. Diese Flächen bieten ein enormes Potenzial für Photovoltaik – ohne Eingriff in Natur- und Erholungsräume.“

Der Energieertrag von PV in Dresden ist deutlich höher als der Ertrag von Windkraft im Stadtgebiet. Dresden gehört zu den sonnenreicheren Regionen Sachsens. PV-Anlagen liefern hier verlässlich und planbar Energie. Windkraftanlagen in windschwachen Lagen wären dagegen ineffizient und würden ökologisch wertvolle, kulturlandschaftlich einzigartig und touristisch attraktiv Gebiete beeinträchtigen.

In der Technologieoffenheit ist sich Bettina Kempe-Gebert mit der Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde, Kerstin Körner einig. Beide arbeiten im Planungsausschuss und setzen sich für ein technologieoffenes, regional differenziertes Energieausbauziel ein. Körners Ansatz für ein technologieoffenes Energieflächenkonzept hat bereits mehrfach Zustimmung gefunden: im Stadtrat Dippoldiswalde, im CDU-Kreisverband Sächsische Schweiz Osterzgebirge und auf dem Landesparteitag der Sächsischen Union. Im Februar 2026 wird dazu auf dem CDU-Bundesparteitag beraten.

DNN: Planungen laufen - Windräder in Dresden? Das lehnt die CDU kategorisch ab